Volkskrankheit Schnarchen
Auch wenn Schnarchen tabuisiert wird, sind die Zahlen doch unumstößlich: Ein Großteil der Bevölkerung, rund zehn Millionen Deutsche, schnarchen. Dazu zählen Männer, Frauen und Kinder genauso wie Sokrates und Goethe als berühmte Schnarcher. Die Liste ließe sich wahrscheinlich noch endlos erweitern. Jeder kennt einen, doch keiner ist davon angetan, neben einem von ihnen einzuschlafen. Für die Partnerschaft ist die lautstarke Ruhestörung oftmals eine harte Probe.
Schnarchen ist nicht nur eine lästige Ruhestörung, sondern auch die Ursache für viele Krankheiten. Dabei kann den meisten Schnarchern einfach geholfen werden. Inzwischen stehen verschiedene medizinische Möglichkeiten zur Verfügung, das Schnarchen erfolgreich zu unterbinden. Die Methoden reichen von medikamentöser Behandlung bis hin zu operativen Eingriffen, bei denen der Gaumen gestrafft wird, um die Atmung zu verbessern.
Wie man schnarcht, hängt von der Ausprägung der Verengung im Rachen und von einigen zusätzlichen Faktoren ab. Manche Menschen schnarchen ununterbrochen und regelmäßig in jeder Stellung, andere schnarchen nur in bestimmten Positionen. Verbreitet ist auch ein lautes, sehr heftiges Schnarchen beim Einatmen, das auf eine längere Atempause folgt (Schlaf-Apnoe).
Während sich der Partner an ein relativ gleichmäßiges Schnarchen durchaus gewöhnen kann und ein gelegentliches leises Schnarchen in der Regel kaum stört, stellt ein heftiges, unregelmäßiges Schnarchen mit darauf folgender Atempause eine sehr starke Belastung für den Bettnachbarn dar.
Schlafen in Rückenlage begünstigt das Schnarchen, weil der Zungenmuskel in dieser Position leicht nach hinten fallen und die Atemwege verengen kann. Schnarchen Betroffene in jeder Stellung, liegen oftmals Verengungen im Rachenraum vor. Manchmal spielen auch andere Faktoren wie Alkohol, Übergewicht, Alter und Medikamente eine Rolle.
Schnarchen - eine Männerdomäne? 

