Informationen für Zahnärzte
Schlafapnoe als kardiovaskuärer Risikofaktor
Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) werden seit 1995 von der American Academy of Sleep Medicine (ASDA) zur Therapie des Schnarchens und des leichten, obstruktiv bedingten Schlafapnoe-Syndroms und darüber hinaus bei nCPAP-Intoleranz empfohlen.
Der respiratorische Widerstand bei Schnarchern und Apnoikern hängt von 7 Faktoren ab, einer davon ist bedingt durch die mögliche Retrognathie im Schlaf.
Das erklärt warum die Reduzierung des respiratorischen Widerstandes durch die UPS nicht zwangsläufig mit dem Unterkieferprotrusionsgrad (UP) korreliert.
Aus meiner 20 jährigen interdisziplinären Zusammenarbeit mit den zahnärztlichen Kollegen konnten folgende Maßnahmen die Effektivität der Protrusionsschiene signifikant erhöhen:
- Durch die Durchführung der SNE (Sleep-Nose-Endoskopy) im Schlaf kann die Indikationsstellung für die UPS geprüft werden. In diesem Fall wird der Protrusionsgrad gemessen und dem Zahnarzt mitgeteilt. Diese Messung spiegelt den authentischen Zustand des Patienten im Schlaf und ist genauer als im wachen Zustand.
Dadurch kann der Zahnarzt mit der anzufertigenden UPS eine effektivere Wirkung bei weniger Kiefergelenkbelastung erzielen. - Die übrigen anatomischen Verengungen werden erkannt und therapiert. Dadurch kann die Schiene eine höhere Effektivität und bessere Compliance vorweisen.

