Dr. Aschmann - Medical Group - Düsseldorf | München

Fachzentrum für die operative Behandlung des Schnarchens und der Schlafapnoe

Dr Antoine Aschmann Schnarchen Schlafapnoe Nasenoperation
Dr. Aschmann für Ärzte - HNO

Informationen für HNO-Kollegen

Die operativen Therapien der schlafbezogenen Atemstörungen wurden in den letzten Jahren extrem verfeinert.
Erfreulicher Weise sehen wir bei den neuen minimalinvasiven Methoden weniger Nebenwirkungen wie Sprech-Schluckbeschwerden, Trockenheit und Taubheitsgefühle im Mund, als bei den früheren radikalen Operationsmethoden, wo zu viel Schleimhaut zerstört wurde. Solche Komplikationen können heute mit einer muskelschonenden Operationstechnik zuverlässig vermieden werden.

Die operative Therapie stellt nur einen wichtigen Baustein in der Gesamttherapie. Sehr gute Ergebnisse konnten durch die Einführung von zwei Bausteinen erzielt werden:

Verbesserung der präoperativen Diagnostik

Zusätzlich zu den ermittelten Daten im Schlaflabor wird unmittelbar vor dem Eingriff die Sleep-Nose-Endoskopy (SNE) durchgeführt. Dadurch werden die Verengungsstellen im Schlaf sichtbar gemacht.

Multifaktorielle Therapie

Zusätzlich zu der operativen Massnahmen mittels Radiofrequency - sowohl im Velum als auch im Zungengrundbereich - wird bei nachgewiesener Retrognatie zusätzlich eine Protrusionsschiene angefertigt, um die im Schlaf entstandene Retrognatie auszugleichen. Der optimale Vorschub wird während des Schlafes ermittelt. Dadurch kann die Effektivität erhöht und die Belastung auf die Kiefergelenke vermindert werden.
Adipöse Patienten werden in der Ernährungsumstellung begleitet.

Dadurch konnten Patienten bei leichten und mittelschweren OSAS erfolgreich therapiert werden.

Patienten mit schwerem OSAS profitieren von einer Reduktion des Überdrucks ihrer Atemmaske.

Diese Vorgehensweise hat sich sowohl bei leichten und mittelschweren als auch bei schweren Apnoepatienten, die einer nCPAP Therapie nicht zugänglich waren, sehr bewährt**

Die Zusammenarbeit mit konservativ und operativ tätigen HNO-Kollegen zielt darauf, ein geeignetes Forum für die operative Therapie des Schnarchens und der Schlafapnoe zu bilden, um das optimale Therapieergebnis zu erreichen.


* Das Multi-Level-Konzept zur chirurgischen Therapie der OSA wurde erstmals 1989 von Waite et al. vorgestellt. Die Einteilung der potentiellen Obstruktionsorte in verschiedene Level geht auf Fujita zurück. Es wird zwischen ausschliesslich retropalatalem (Typ I), kombiniert retropalatal-retrolyngualem (Typ II) sowie isoliert retrolyngualem Obstruktionsort (Typ III) unterschieden. Basierend auf diese Einteilung begründete Riley et al. den Begriff der Multi-Chirurgie.

**Der operative Erfolg wird entsprechend den Vorschlägen von Sher et al. als Reduktion der AHI um mindestens die Hälfte und unter einen Wert von 20 definiert (oder Analog AI<10 und AI-Reduktion >50%).

Die Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften sind hier zusammengefasst:

  1. Die Verbesserung der Nasenatmung durch eine funktionelle Nasenoperation bei Septumdeviation und Muschelhyperplasie vereinfacht bzw. ermöglicht eine notwendige CPAP Therapie. In Bezug auf die OSA besteht eine adjuvante OP-Indikation.
  2. Minimal-invasive Operationsverfahren sind, sofern sie nicht mit anderen Operationsverfahren kombiniert werden, nur für die Behandlung der milden OSA (AHI <20) indiziert. Daher können sie in dem Fall als primäre Therapieoption eingesetzt werden.
  3. Die Therapiecompliance bei der nCPAP nimmt ab, je niedriger der AHI und die begleitende Tagessymptomatik sind. Gleichzeitig steigt die chirurgische Erfolgsrate mit sinkendem AHI. Deshalb besteht bei milder und mittelschwerer OSA eine Indikation für die chirurgische Intervention sowohl als primärer wie auch als sekundärer Therapieansatz. Die Auswahl der geeigneten Verfahren richtet sich nach der Pathoanatomie des oberen Luftweges.

 

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