Von Arzt zu Arzt
Sehr verehrte Kollegin, sehr verehrter Kollege,
die schlafbezogenen Atemstörungen, vom Schnarchen bis zum obstruktiven Schlafapnoe Syndrom (OSAS), stellen ein multifaktorielles Geschehen dar. Eine adäquate Behandlung muss, in Form einer Multilevel-Therapie, sowohl den medizinisch-therapeutischen Anspruch erfüllen als auch die Akzeptanz der Patienten finden.
Auch wenn die konservative Behandlung mit der Atemmaske (nCPAP) immer noch einen hohen Stellenwert hat, stehen ihr viele Patienten ablehnend gegenüber – die Compliance liegt nach einem Jahr bei lediglich 50%.
Demgegenüber haben die operativen Therapieformen in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung durchschritten; sowohl durch eine verbesserte Diagnostik (z.B. durch die SNE, Sleep-Nose-Endoskopy) wie auch durch die minimalinvasiven, schonenden Technologien.
Eine sehr positive Bilanz konnte bei Schnarchern ohne Schlafapnoe, bei Patienten mit UARS (Upper Airways Resistance Syndrom) sowie bei Patienten mit leichtem und mittelschwerem obstruktiven Schlafapnoe gezogen werden.
Erfreulich ist zudem die Tatsache, dass auch bei Patienten mit schwerem Schlafapnoe eine gute Verbesserung erzielt werden konnte. Dadurch konnte der Beatmungsdruck deutlich gesenkt und eine signifikante Verbesserung der Compliance erreicht werden. Diese Patienten erfreuen sich einer wesentlichen Steigerung ihrer Lebensqualität.
Aus meiner 20-jährigen Erfahrung auf diesem Gebiet und der Behandlung von 16.000 Patienten kann ich hier nur bestätigen, dass die Voraussetzung für eine nachhaltige und erfolgreiche Therapie in einer interdisziplinären, vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Fachkollegen besteht, so Somnologen, Pulmonologen, Internisten, Neurologen, HNO-Ärzte, in Schlafmedizin ausgebildete Zahnärzte und Kieferorthopäden liegt.
Alle Kollegen sind daher zu einer Zusammenarbeit zum Wohle unserer Patienten herzlich eingeladen.

